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Die Kinder des Teufels

von Felix Mitterer

Inhalt:
In den Jahren 1675-1681 fand im Land Salzburg der größte und blutigste Hexenprozeß Europas statt. Zentrale Figur dieses Prozesses war ein junger Mann namens Jakob Koller, genannt der Zauberer-Jackl, der als Hexenmeister und Verführer der Jugend galt. Trotz Aussetzung einer hohen Belohnung konnte der Jackl nie gefasst werden. Dafür sperrte man Hunderte Kinder und Jugendliche ein, die bettelnd durch das Land zogen. Man presste ihnen unter Folter die schauerlichsten Geständnisse ab und verurteilte 133 von ihnen wegen Teufelspakt, Schadenzauber und anderen Delikten zum Tod auf dem Scheiterhaufen.
Der Tiroler Dramatiker Felix Mitterer ( ist wohl jeden bekannt ) hat dieses traurige Ereignis zum Thema dieses Theaterstückes gemacht.
Mit dem Autor haben wir bereits telefonisch Kontakt aufgenommen. Herr Mitterer findet unser Projekt sehr interessant und spannend. Er wird versuchen eine Veranstaltung zu besuchen.

Piccolo Teatro:
ImageWir haben uns mit diesem Stück sehr auseinandersetzen müssen und uns gefragt wie so etwas möglich war. Klar die armen Bettelkinder hatten absolut keine Lobby, waren der Schandfleck der Gesellschaft und keiner wollte sie haben.  Im Stück sind die Geständnisse der Angeklagten nicht eine Erfindung des Autors, sondern authentisch und im Hauptstaatsarchiv München sowie im Salzburger Landesarchiv einsehbar. Unvorstellbar. Unter den Opfern befanden sich auch Kärntner, somit spielt auch Kärnten eine wesentliche Rolle.

ImageNun haben wir uns gefragt, könnte so etwas in der Art auch heute noch passieren. Wo gibt es eine Parallele zu Problemen vieler Kinder und Jugendlicher in der heutigen Zeit?
Keine Lobby, am Rande der Gesellschaft, geächtet, rechtlos, hilflos,  verlassen von der  Familie, der Gesellschaft. Das junge Leben zerstört. Wir haben eine Verbindung  gefunden.

ImageEin Tabuthema unserer Zeit ist sicherlich nach wie vor das Thema Kindesmissbrauch. Daher werden wir auf einer zweiten Bühne dieses Thema gegenüberstellen. Die Texte und Darstellungen werden mit Hilfe von Fachliteratur von uns selbst ausgearbeitet.  Mit eindrucksvollen Mitteln (Schattenbühne) wollen wir  uns mit diesem schwierigen aber wichtigen Thema  auseinandersetzen. Wir wollen nicht verurteilen, da dieses Thema sehr heikel und komplex ist. Wir wollen nur darstellen und Betroffenen Mut machen. Es erfordert von uns allen allerhöchste Sensibilität und  ausreichende Beschäftigung mit der Materie.
Eine Auseinandersetzung die nicht für jeden einfach ist.

Die Verbindung der beiden Stücke übernimmt ein Profimusiker. Johannes Pflegerl  ( Violine ) wird mit eindrucksvoller Musik, gemeinsam mit jungen Nachwuchsmusikern aus der Region diese schwierige und spannende Aufgabe übernehmen. Musik die so richtig unter die Haut gehen wird.

Für das Bühnenbild konnten wir einen weiteren  namhaften Oberkärntner Künstler, Hans-Peter Profunser  aus Berg i.D., gewinnen.

Unsere diesjährige Arbeit ist sicherlich ein einzigartiges Projekt in Kärnten.
Es ist ein Projekt, welches in jede Sparte  der Kunst hineinreicht.